Fachärzte für Augenheilkunde Gemeinschaftspraxis Dres. med. Gersema, Kloss und Weber
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Makulardegeneration

Die altersbedingte Makuladegeneration  







Was ist die Makula?

Die Netzhaut enthält lichtempfindlicher Zellen, auf die die Bilder der Außenwelt abgebildet werden. Die Makula ist das Zentrum der Netzhaut. Auf diesem wenige Quadratmillimeter großen Fleck sind die lichtempfindlichen Zellen besonders dicht angesiedelt. Gesichter, Schrift und feine Details unserer Umwelt erkennen wir dank dieses kleinen Flecks – die übrige Netzhaut nimmt vor allem Umrisse und Hell-Dunkel-

Kontraste wahr. Nirgends im Körper laufen so intensive Stoffwechselprozesse ab wie in der Netzhaut.

Was ist eine Degeneration?

Eine Degeneration ist eine Rückbildung und der Verfall von Geweben oder Organen.

Weshalb degeneriert die Makula?

Die hohen intensiven Sehprozesse bringen es mit sich, dass die Makula anfällig für Schäden infolge von Störungen des Stoffwechsels ist. Vor allem allmähliche chronische Schäden spielen hier eine Rolle. Deshalb sind vor allem ältere Menschen ab etwa dem 60. Lebensjahr von dieser Erkrankung betroffen, Frauen stärker als Männer. Bei diesen krankhaften Prozessen handelt es sich im Prinzip um gewöhnliche Alterserscheinungen – praktisch jeder Mensch wäre irgendwann von dieser Erkrankung betroffen, wenn er alt genug würde. Verschiedene Erb- und Umweltfaktoren bestimmen den Zeitpunkt, wann bei einem Einzelnen die Erkrankung auftritt: Rauchen oder Bluthochdruck führen dazu, dass die Makuladegeneration früher auftritt; eine vitaminhaltige Ernährung, die zudem reich an dem Farbstoff Lutein ist, kann die Makula schützen. Eines macht die Makuladegeneration aber nicht – sie führt nie zur vollständigen Erblindung. 

Probleme mit der „Müllabfuhr“

Unter der Netzhaut befindet sich eine dünne Schicht, das so genannte Pigmentepithel. Diese Schicht hat unter anderem die Funktion einer Müllabfuhr: Sie soll die Abfallprodukte der lichtempfindlichen Zellen verdauen und möglichst vollständig entsorgen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Pigmentepithels ab und Abbauprodukte lagern sich ab. Der Augenarzt erkennt dann am Augenhintergrund weißliche Flecken, so genannte Drusen. 
Trockene und feuchte Makuladegeneration

Diese Ablagerungen beeinträchtigen die Versorgung der Netzhaut mit Nährstoffen. Das Sehvermögen der Patienten ist zunächst nur wenig eingeschränkt. Farben erscheinen blass; es dauert länger, bis sich die Augen an den Wechsel von einer hellen auf eine dunkle Umgebung gewöhnen. Im Spätstadium gehen die Sinneszellen zu Grunde. Das zentrale Sehen wird dann erheblich schlechter: Man kann beispielsweise sehen, dass jemand vor einem steht, erkennt aber das Gesicht nicht. Bei dieser „trockenen Form“ der Makuladegeneration schreitet die Krankheit sehr langsam voran, kann über Jahre stabil bleiben. 
Im Unterschied dazu ist ein kleinerer Teil der Patienten von der wesentlich aggressiveren „feuchten“ Form der Makuladegeneration betroffen. In ca 20% der Fälle geht eine trockene Form der Makuladegeneration in eine feuchte Form über. Das Pigmentepithel wird brüchig. Feine, neu gebildete krankhafte Blutgefäße können es durchdringen. Diese krankhaften Blutgefäße sind meist undicht. Austretende Flüssigkeit führt zu Schwellungen in und unter der Makula, auch Blutungen sind möglich.
Wie erkennt der Augenarzt die altersbedingte Makuladegeneration?

Dem Augenarzt stehen eine ganze Reihe von Untersuchungsmethoden zur Verfügung, um Anzeichen für eine altersbezogene Makuladegeneration festzustellen.Mit der Augenhintergrundspiegelung kann der Augenarzt die Netzhaut mit der Makula in Augenschein nehmen. Digitale Fotografien vom Augenhintergrund können zur Dokumentation in der Verlaufsbeobachtung eingesetzt werden. Funktionsstörungen lassen sich zum einen bei der Untersuchung mit der Sehtafel und dem Amsler-

Gitter feststellen. 
Schäden in der Netzhaut, im Pigmentepithel und in der Aderhaut sowie die Gefäßstrukturen lassen sich mit der digitalen Fluoreszenzangiographie darstellen. 
Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine chronische Erkrankung und bedarf dauerhafter regelmäßiger Kontrollen. Es kommt durch diese Erkrankung zwar zur Beeinträchtigungen des Sehens, ein normales Lesen ist häufig nicht mehr möglich, Gesichter können nicht mehr erkannt werden, aber keine Erblindung durch eine Makuladegeneration.

Was kann man selbst tun?

Mit einer gesunden Lebensführung kann jeder einer Altersbedingten Makuladegeneration vorbeugen: Rauchen und Bluthochdruck sind bekannte Risikofaktoren, deshalb ist es auch für die Augen gut, gegebenenfalls mit dem Rauchen aufzuhören und den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren. Bei besonders hellem Sonnenlicht – etwa am Meer oder in den Bergen – schützt eine Sonnenbrille das Auge vor UV-Strahlung. Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse gilt ebenfalls als hilfreich zur Vorbeugung. Bei bestimmten Formen der Makuladegeneration kann es sinnvoll sein auf die Aufnahme bestimmter Vitamine und Lutein zu achten. Diese Stoffe, die das so genannte Makulapigment ausmachen, sind vor allem in Gemüse wie Broccoli oder Mais vorhanden. Es kann auch sinnvoll sein, entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen.

Wie behandelt der Augenarzt?

Gerade die Makuladegeneration ist Gegenstand intensiver Forschungsarbeit. In der jüngeren Vergangenheit wurden neue Behandlungsmethoden entwickelt, die den Krankheitsprozess zumindest aufhalten können. Eine Therapie der trockenen Makuladegeneration gibt es nicht, der Verlauf kann über Jahre und Jahrzehnte sich hinziehen. Wichtig hierbei ist eine gesunde Lebensführung ohne Rauchen und gut eingestelltem Blutdruck. Weiterhin konnte in einigen Studien gezeigt werden, dass Lutein und Omega3-

Fettsäuren den Verlauf günstig beeinflussen und verlangsamen können.

Bei der feuchten Makuladegeneration ist die zur Zeit am haüfigsten durchgeführte Therapie die Gabe von Medikamenten, die direkt in den Glaskörper des Auges eingebracht werden.  Dazu stehen unterschiedliche Wirkstoffe zur Verfügung. Verschiedene Medikamente inaktivieren Wachstumsfaktoren in der Netzhaut und verringern so die Neubildung von Gefäßen, außerdem wird so auch die Undichtigkeit der Gefäße positiv beeinflusst. 

Vergrößernde Sehhilfen

Wenn die Makuladegeneration bereits stark fortgeschritten ist, können die Patienten mit vergrößernden Sehhilfen das verbliebene Sehvermögen besser nutzen. Mit Hilfe von Lupenbrillen, Fernsehlesegeräten und anderes mehr, ist es unter Umständen noch möglich, zu lesen. Hierbei wird Sie auch gerne Ihr Optiker beraten und Ihnen verschiedene vergrößernde Sehhilfen zeigen. Eine „stärkere Brille“, wie vielfach gewünscht, bringt keine Sehverbesserung.

Früh eingreifen

Die Früherkennung der Altersbedingten Makuladegeneration gewinnt an Bedeutung. Denn je früher der Augenarzt in den Krankheitsprozess eingreifen kann, desto besser lässt sich wertvolles Sehvermögen erhalten. Weitere Informationen können Patienten auch z.B. über die Selbsthilfeorganisation Pro Retina erhalten. 

Umfassende Informationen siehe auch auf der Seite unseres Berufsverbandes (BVA) oder auf der Seite von 

Ocunet (Qualität in der Augenchirurgie) über unsere Links

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